Über mich und meinen beruflichen Werdegang:
Sabine Schrittwieser-Garrison
Ich wurde 1977 in Graz geboren und bin in Vöcklabruck gemeinsam mit meinem um 3 Jahre jüngeren Bruder aufgewachsen. Meine Jugendzeit war vom Leistungssport Tischtennis geprägt. Beruflich habe ich zuerst den Lehrberuf Bürokauffrau erlernt, jedoch ziemlich schnell bemerkt, dass dies nicht meinem Berufswunsch entspricht. Daraufhin schloss ich die Studienberechtigungsprüfung erfolgreich ab und habe Psychologie in Salzburg studiert. Im Zuge dessen bekam ich einen guten Einblick ins wissenschaftliche Arbeiten, was meinem Berufswunsch ebenfalls nicht zur Gänze entsprach, denn ich wollte direkter mit Menschen arbeiten. Nach dem Abschluss meines Universitätsstudiums habe ich die Ausbildung zur Klinischen-, und Gesundheitspsychologin in Wien/Graz absolviert und mich auf den Kinder-, und Jugendbereich spezialisiert. Ich war für zirka 1,5 Jahre in einer Kinder-, und Jugendpsychologischen Praxis in Graz tätig, was mir viel Freude bereitete. Bis heute arbeite ich sehr gerne mit Kindern und Jugendlichen und möchte diesen Bereich nicht missen. Allerdings hatte ich das Gefühl, das dieses Tätigkeitsfeld für meinen beruflichen Werdegang nicht alles sein konnte, und war weiterhin auf der Suche nach „Mehr“, woraufhin ich eine Meditationsschule in Amerika besucht habe, um die „Inner Space Technique - IST“, begründet von Samuel Sagan, einem französischen Arzt zu erlernen. Im Zuge dessen lernte ich meinen Ehemann kennen. Wir leben nun gemeinsam auf einem kleinen Gemüsebauernhof im österreichischen Innviertel, zusammen mit zwei Katzen. Die „Inner Space Technique - IST“ hat mich fasziniert. Ich konnte mich über die Selbsterfahrung damit sehr gut weiterentwickeln. Da die „IST“ in Österreich ziemlich unbekannt war/ist, und zudem in der Esoterischen Psychologie (was im Eigentlichen nichts Schlechtes ist, aber oftmals falsch verstanden und dadurch abgewertet wird) eingebettet ist, hatte ich damals das Gefühl, dass ich im deutschsprachigen Raum damit nicht Fuß fassen könne. Die „IST“ habe ich in Österreich bisher nicht angeboten, aber ich war auf der Suche nach einer Therapiemethode, welche bei uns ferner Ähnlichkeiten in Teilaspekten mit IST aufweist und im deutschsprachigen bekannter war/ist. Ich wurde fündig, indem ich auf „Somatic Experiencing – SE“, begründet von Peter Levine, gestoßen bin. Folgt habe ich diese Ausbildung absolviert. SE inkludiert Focusing – eine therapeutische Vorgehensweise, entwickelt von Gene Gendlin, welche auf das Erleben des Menschen ausgerichtet ist und in der Personzentrierten Psychotherapie, basierend auf Carl Rogers ihren Ursprung hat. Da mir eine in Österreich anerkannte Psychotherapieausbildung wichtig ist und Focusing Teil von SE, wie der Personzentrierten Psychotherapierichtung darstellt, war es für mich naheliegend, mich in diesem Ansatz zu vertiefen. Zudem gehört die Personzentrierte Psychotherapie den Humanistischen Psychotherapierichtungen an, was bedeutet, dass der Mensch als selbstbestimmtes, wachstumsorientiertes Wesen betrachtet wird, wo die Entfaltung des eigenen Potentials im Vordergrund steht.
Inzwischen bin ich staatlich anerkannte personzentrierte, wie humanistische Psychotherapeutin, als auch zertifizierte Somatic Experiencing Practitionerin.
Weiters habe ich die Ausbildung zur personzentrierten Kinder- und Jugendpsychotherapeutin erfolgreich abgeschlossen. Die Kenntnisse hiervon lasse ich in meiner beruflichen Tätigkeit als Klinische Psychologin in einer sozialpädagogischen Kinder- und Jugendwohngruppe einfließen, in welcher ich seit zirka 15 Jahren beschäftigt bin. Zusätzlich würde ich künftig gerne mit Kindern und Jugendlichen in meiner psychotherapeutischen Praxis arbeiten, aktuell habe ich dafür leider keine Zeitressourcen offen. Im therapeutischen Feld habe ich mich auf die Traumatherapie spezialisiert, da somatische, wie auch für psychische Erkrankungen übermäßig häufig der Ursache traumatischer Erfahrungen zu Grunde liegen. Ein Traumatherapeutisches Verständnis ist für mich von großer Bedeutung. Neben dem „Somatic Experiencing“, einer Methode, welche grundsätzlich auf die Behandlung von traumatisierten Menschen ausgerichtet ist (aber auch mit belasteten, nicht traumatisierten Menschen arbeitet), lasse ich die Arbeit mit dem „Neuroaffektiven Beziehungsmodell – NARM“ einfließen, was ebenfalls eine Traumasensible Methode darstellt und sich vorwiegend auf Behandlung von Bindungs-, und Entwicklungstraumen bezieht. Seit dem Frühjahr 2023 arbeite ich im Frauengesundheitszentrum in Linz. Dort bin ich als Psychotherapeutin tätig. Meine Praxis in Ried im Innkreis habe ich 2021 eröffnet. Ich freue mich auf ihr Kommen!